Würm Gauting

ZukunftGAUTING

Bürgeroffensive für einen starken Ort

Ein Investor für Gautings Bahnhof stellt sich vor!

Es tut sich was am Bahnhof. Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung des Bauausschusses haben sich gestern Abend die Eigentümer des Postareal an der Pippinunterführung vorgestellt, um ihre Überlegungen zu der Neubebauung des Grundstücks mit gemischter Nutzung (Gewerbe und Wohnungen) vorzustellen. Es handelt sich um ein bayerisches Familienunternehmen aus Freilassing, die Reichenberger-Gruppe . Der Unternehmer Josef Reichenberger und seine Tochter Eva-Maria Klapphauf, die bereits das Ärztehaus neben dem Kino errichtet haben, wollen in Gauting diese Immobilien entwickeln und langfristig im eigenen Bestand halten.

Dabei beschränken sich ihre Pläne nicht auf das Postareal. Das Familienunternehmen würde gerne auch das alte Gautinger Bahnhofsgebäude mit einem modernen Anbau sanieren und entwickeln. Und zwar auf der Basis des viel gelobten Siegerentwurfes von Prof. Beer aus dem dem städtebaulichen Wettbewerbs aus dem Jahr 2019. Dieses sah die Erhaltung des Kopfbaus vor, ergänzt um einen modernen Anbau. Hier wollen die Reichenbergers die öffentlichen Bereiche (Warteraum, WCs) und einen Kiosk für Reisebedarf und ein Tagescafé mit Terrasse in Ergänzung zum Tati beim Kino realisieren, für die sie bereits Mietinteressenten hätten. Sie sind auch bereit dieses Projekt auf Erbpachtbasis zu realisieren, bei dem das Eigentum an dem Grundstück bei der Gemeinde verbleibt. Die 1. Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger hatte bereits in der Vergangenheit ausgeschlossen, dass die Gemeinde dieses zentrale Grundstück veräußern würde.

Aus der nicht-öffentlichen Beratung des Bauausschusses darf selbstverständlich auch an dieser Stelle nicht berichtet werden. Aber auf explizite Nachfrage der Bürgermeisterin erklärten die Interessenten, dass sie keine Einwände gegen die öffentliche Nennung ihrer Überlegungen und Vorschläge haben.

Josef Reichenberger unterstrich im Anschluss an die Bauauschusssitzung gegenüber ZukunftGauting sein ernsthaftes Interesse sich in unserer Gemeinde langfristig engagieren zu wollen und hofft darauf, dass sich die Pläne zügig realisieren lassen. Er würde sehr gerne die beiden Vorhaben parallel umsetzen, um gerade in der aktuellen Zeit mit großen Herausforderungen bei der Verfügbarkeit von Handwerkern optimal Synergien zwischen den beiden Bauvorhaben ausnutzen zu können.

Fazit: natürlich ist es zu früh diese Pläne jetzt schon endgültig beurteilen zu können. Eine Reihe von Details sind zu klären und selbstverständlich müssen Bebauungspläne und andere formelle Verfahrensschritte auf den Weg gebracht werden.

Aber unsere Grundhaltung ist klar: Verwaltung und Gemeinderat sollten sich zügig mit diesen Ideen auseinandersetzen und sie konstruktiv prüfen. Eine Sanierung des Bahnhofs, der heute in seinem Erscheinungsbild als Begrüßung für Reisende ein Schandfleck  ist, aus eigener finanzieller Kraft ist vollkommen ausgeschlossen. Die Gemeinde muß einen Investitionsstau bewältigen, der sie bereits bei Pflichtaufgaben für Feuerwehr, Kindergärten und Erhaltung der Infrastruktur überfordert. Geld für viele wünschenswerte Projekte ist auf absehbare Zeit -noch- nicht wieder vorhanden. Dafür dauert es einfach viel zu lange, bis die Gewerbegebiete zur Steigerung der Steuereinnahmen von Gauting, realisiert sein werden.

Jedes Vorhaben in unserem Land dauert unendlich lange und die immer komplexeren Regelwerke und Bürokratie ersticken unendlich viel – dies ist keine Kritik an unserer Gemeindeverwaltung, die sich ja als unterste staatliche Ebene an die Spielregeln halten muss.

Aber wenn man jetzt die Chance hat mit einem langfristig orientierten Familienunternehmen Gauting nach vorne zu bringen, sollten wir nach Wegen suchen, diese Initiativen nicht im Sande verlaufen zu lassen.

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