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Siegerentwurf zur Gestaltung des Bahnhofareals vorgestellt!

Siegerentwurf Bahnhofsareal

Erhalt des alten Bahnhofshauptgebäudes – das war für manche das Highlight des Siegerentwurfes des städtebaulich Wettbewerbs zum Bahnofsareal, der  am Montagabend etwa 100 interessierten Bürgern in einer informativen Veranstaltung im Gautinger Rathaus durch Clemens Fauth für das siegreiche Büro „Beer, Bembé, Dellinger“ vorgestellt wurde.

Professor Schiebel von der Regierung von Oberbayern lobte, dass sechs gute Entwürfe der Jury bestehend aus Fachleuten und Gemeinderäten aller Fraktionen vorgestellt wurden, aber „das Bessere sei nun einmal der Feind des Guten“. Er lobte am Siegerentwurf u.a. die massvolle Erweiterung des Bahnhofsplatzes, die aufgelockerte Bebauung der Bahnhofstrasse unter Vermeidung eines „Schluchtcharakters“ oder die sehr wirtschaftliche Gestaltung der P+R-Anlage als Tiefgarage mit zukünftig direktem Zugang zu den Bahngleisen.

Bürgermeisterin Brigitte Kössinger erläuterte, dass die Gemeinde alle sechs Entwürfe angekauft habe und damit eine gute Vorarbeiten für die zukünftige Bebauungsplanung des Areals habe, da damit auch überzeugende Ideen aus den Entwürfen der Platzierten übernommen werden können. Das Konzept wird also nicht 1:1 verwirklicht, stellt aber nunmehr eine fachlich fundierte Basis für die weiteren Entscheidungen im Gemeinderat dar.

Aber es geht natürlich um mehr als das Bahnhofsgebäude – hervorzuheben ist:

  • Der „Kulturbahnhof“ mit altem Hauptgebäude und neuen Anbauten soll der optische Mittelpunkt des Ortes bleiben, die Treppe vom Bahnhof direkt auf den Bahnhofsplatz führen. Laut Bürgermeisterin Kössinger sieht das Bauamt das Gebäude als sanierbar (Energie, Barrierfreiheit) an und die alte Klinkerfassade lasse sich freilegen – das wird viele in Gauitng sehr freuen
  • Auf dem heutigen Parkplatz soll neben dem ja bereits vorgesehenen Busbahnhof, der „Bike+Ride“ Fläche mit 558 überdachten Stellplätzen und der Tiefgarage
    • ein Marktplatz für Wochenmarkt oder Flohmärkte
    • ein Kinderhaus mit Lärmschutzwand zu den Bahngleisen und
    • zwei Wohngebäude, die für „Starterwohnen“ bzw. als Wohnheim für Studenten oder Azubis gestaltet werden könnten entstehen
  • viele gute Detailüberlegungen, um einen möglichst deutlichen „Grünzug“ entlang des Bahnhofsgeländes zu gestalten
  • ein interessanter Entwurf für die mögliche Gestaltung der Bahnofstrasse gegenüber dem Sontowski-Areal, was nach einem Verkauf des Hotel Simon-Grundstücks, bald zu konkreten Diskussionen mit den Erwerbern führen könnte

Interessante und diesmal ausnahmslos sachliche Fragen ohne jede Polemik aus dem Publikum, die aber Diskussionsbedarf aufzeigten:

  • viele Aspekte zum Verkehr noch unausgereift, z.B.
    • die Zufahrt zur Tiefgarage von der Ammerseestrasse und fehlende Trennung vom Schul- und Radweg
    • sehr knapper Raum für Kurzhalteplätzen für Abholer am Bahnhof (nur 4 „Kiss+Ride“-Plätze vorgesehen)
    • ein komprimierter Busparkplatz gegenüber dem bisherigen Konzept
  • kann man weniger Versiegelung bekommen („ja, muss überarbeitet werden“)
  • schöne Granitbepflasterung – aber unbeantwortete Fragen zur Alltagstauglichkeit und Kosten
  • Nutzungskonzept für den „Kulturbahnhof“ offen, hier ist laut der Bürgermeisterin ein multifunktionales Konzept erforderlich. Wünschenswert angesichts der Finanzsituation der Gemeinde ein Kulturverein, der das Objekt selbsttragend übernimmt (Bürgermeisterin Kössinger: „Meine persönliche Meinung ist, dass wir das Bahnhofsgrundstück nicht verkaufen sollten, Erbpacht könnte ich mir aber vorstellen“)
  • Viele begreifen nicht, dass die Gemeinde über privates Eigentum nicht einfach verfügen kann („kann man nicht auf dem Postareal öffentliche Parkplätze vorsehen“)
  • Unklar bleibt noch das Konzept für die „Starter- bzw. Studenten/Azubi-Wohnungen“ in Nachbarschaft zu den Bahngleisen

Bis zum 15.November kann man sich im Gautinger Rathaus noch alle sechs Entwürfe der verschiedenen Planungsbüros anschauen. Lohnend!

AOA, Bahnhof, Gewerbe, Energiesparen, Polizei – Informative und lebendige Bürgerversammlung!

Bürgermeisterin Brigitte Kössinger, Mitarbeiter aus dem Rathaus und der Gautinger Polizeichef Ernst Wiedemann gaben informative Berichte zur Situation in Gauting und anschließend viele Fragen von Bürgern und teilweise kontroverse Diskussionen. Recht gut besuchtes Bosco, leider nur wenig jüngere Bürger.  Für alle, die nicht dabei gewesen sind, hier Zusammenfassung wichtiger Aussagen und neuer Infos zur Entwicklung von Gauting:

Bürgermeisterin Brigitte Kössinger erläuterte prägnant wesentliche Entwicklungen in Gauting: Ganz leichtes Wachstum der Bevölkerung auf nunmehr 21.309 Bürger, viele junge Familien mit Kindern, 1.309 Kinder in Betreuungseinrichtungen, seit 2015 245 neue Betreuungsplätze geschaffen. Dabei sehr schwierige Finanzsituation der Gemeinde (gute Einkommenssteuer, aber dennoch insgesamt im Steueraufkommen aufgrund der niedrige Gewerbesteuer auf vorletztem Platz im Landkreis) und ständig steigenden Kosten für die Pflichtaufgaben der Gemeinde. Die Rechtsaufsicht hat der Gemeinde die „gelbe Karte“ gezeigt, der Gemeinderat musste im Doppelhaushalt 2019/20 viele schmerzliche Einschränkungen bei freiwilligen Leistungen vornehmen, dafür gibt es keinen Beifall. Wie geht es vorwärts? Einige interessante Aussagen:

  • Bitter: obwohl genug Betreuungsplätze da sind, können nicht alle Kinder untergebracht werden. Betreuungskräfte kündigen, die keine Wohnung in Gauting finden, neue findet man nur schwer, die Plätze müssen frei bleiben
  • Bezahlbares Wohnen am AOA: das Rahmenplanverfahren zur Überarbeitung des gültigen Bebauungsplans ist beendet, jetzt wird der Bauausschuss den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans fassen. Dann beginnt das Verfahren, in dem jeder Bürger seine Anregungen und Einwendungen einbringen kann. Wichtig: Alle Anregungen der Bürger und Interessengruppen werden im einzelnen abgewogen, teilweise sind sie in den Plan bereits aufgenommen worden. Es wird eine Bürgerinformationsveranstaltung geben, um das im einzelnen transparent zu machen.
  • Die Wohnungen werden ganz überwiegend von Gautingern bezogen werden: aktuell gibt es 245 Gautinger mit Wohnberechtigungsschein, die dringend Wohnung suchen
  • Die große Grünfläche im Zentrum des AOA-Geländes wird für die Allgemeinheit zugänglich sein und die Gemeinde wird für die Pflege und Erhaltung die Verantwortung übernehmen
  • Bahnhofsgelände: Am 14.10. wird im Rathaus eine Aufstellung eröffnet, die den Siegerentwurf und die platzierten Planer des städtebaulichen Wettbewerbs zur Gestaltung des Bahnhofareals vom P+R-Gelände bis zum Postgebäude präsentiert. 4 Wochen dann Zeit für die Bürger sich das persönlich anzuschauen
  • Für den Handwerkerhof am Penny-Kreisel hat die Bewerbungsfrist für ortsansässige Betriebe begonnen – bis zum 31.12.2019 ist das noch möglich
  • Das weitere Gewerbegebiet am „Gautinger Feld“ bei Asklepios soll ebenfalls realisiert werden, um Gautinger Firmen im Ort zu halten, die anderenfalls ihre Betriebe verlagern müssten – genannt wurden die Firmen Dietl, StanzSchmid und Ideal. Ganz bitter, wenn Gautings Gewerbesteuer noch weiter sinken würde
  • Der Ecopark südlich von Gilching ist das zentrale Schlüsselprojekt, um Gautings Finanzmisere langfristig zu lösen – es wird daran geduldig gearbeitet, aktuell keine Neuigkeiten
  • Das Gesamtverkehrskonzept soll – endlich! – am 5.12. in einer Sondersitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses verabschiedet werden. Hierzu die gute Nachricht, dass das Landratsamt grünes Licht für einen Radschutzstreifen an der Bahnhofstrasse gegeben hat
  • Ende des Jahres wird das neue Energiesparförderoprogramm veröffentlicht. Es wird eine Förderung für Photovoltaikanlagen geben.
  • Ladestationen für Elektrofahrzeuge wird esam Bahnhof und bei der Asklepiosklinik geben
  • Polizeichef Wiedemann ist zuversichtlich noch in seiner Dienstzeit den Spatenstich für die neue Polizeistation zu erleben. Das Gebäude an der Münchner Strasse ist in unzumutbarem Zustand. Was dort hinkommen soll, steht noch nicht fest.

Anschließend viele Detailfragen und Anregungen von Bürgern. Und dann – wohl unvermeidlich – Rundumschlag der Bürgerforum/GautingAktiv Vertreter Dr. Ziegler und Dr. Müller-Guntrum mit scharfer Kritik an Bürgermeisterin und den Bürgern, die im letzten Jahr die Bebauung des Grundschulareals mit großer Mehrheit im Bürgerentscheid befürwortet haben. Lange Diskussion, was man vor Jahren hätte anders und besser machen sollen. Und jetzt natürlich schweres Geschütz gegen die AOA-Bebauung. ZukunftGauting-Vorsitzender Dr. Andreas Albath machte deutlich: „Sie sprechen nicht für die Gautinger Bevölkerung. Viele sind froh, dass es in Gauting endlich vorwärts geht. Wir wollen ein modernes und lebenswertes Gauting. Und dazu gehört, dass endlich auch für Normalverdiener mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird – Gauting soll kein Ort für Millionäre werden sondern auch für Menschen, die hier ganz normal arbeiten.“

Wer sich für Details interessiert – die Präsentation zur Veranstaltung soll auf der Webseite der Gemeinde veröffentlicht werden.

Bürgerversammlung

Bürgerversammlung

Neue Gewerbegebiete um Gautings Zukunft zu sichern – aktueller Stand

Es ist allgemein bekannt: Gautings Einnahmesituation ist aufgrund deutlich unterdurchschnittlicher Gewerbesteuern schlecht, die Gemeinde muss bei vielen freiwilligen Leistungen zum Teil schmerzliche Einschnitte vornehmen.

Drei Gewerbegebiete sind aktuell in der Planung. Der Handwerkerhof am Penny-Kreisel und das Gautinger Feld (früher „westlich Asklepios“ bezeichnet) zielen vor allem darauf, in Gauting bereits ansässige Gewerbetreibende am Ort zu halten. Es gibt mehrere Dutzend konkrete Interessenten, für die eine Verlagerung ihres Betriebes ein aktuelles Thema ist, weil sie am bisherigen Standort sich nicht mehr entwickeln können oder mit zu naher Wohnbebauung in Konflikten stehen. Die Gemeinde hat im Juli interessierte Gewerbetreibende ausführlich informiert, die interessante Präsentation finden sie hier. https://www.gauting.de/fileadmin/gauting-online/Dateien/downloads_pdf/wirtschaft_und_gewerbe/20190716_Zusammenfassung_Infotermin_Gewerbeflaechen_Gmd.Gauting.pdf

Ab dem 4. Quartal 2019 soll es konkret werden!

Der Wermutstropfen: hierdurch werden nur bereits bestehende Gewerbesteuerzahler für Gauting langfristig gesichert, eine signifikante Erhöhung der Gewerbesteuer erfolgt daraus nicht. Hierfür ist die Realisierung des ASTO Ecoparks südlich des Gilchinger Gewerbegebietes erforderlich. Hier gibt es aktuell wenig konkrete neue Nachrichten aus dem Rathaus. Die Anregungen und Einwände aus der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange werden ausgewertet und in die weitere Konkretisierung der Planung aufgenommen. Wir sind gespannt, wann es bei diesem zentralen Zukunftsprojekt für Gauting weitergeht.

Wie schaffen wir bezahlbare Wohnungen in Gauting? – Beim AOA-Gelände wird es jetzt konkret!

In den nächsten Wochen wird es im Gemeinderat um die Neufassung des bestehenden Bebauungsplans 100 – Schaffung von bezahlbarem Wohnraum – gehen.

Man erkennt in Positionierungen und Anträgen einiger Parteien und Gruppierungen die nahende Kommunalwahl im März 2020. Es wäre aber schade, wenn hier ein wichtiges Zukunftsthema – bezahlbarer Wohnraum für viele Mitbürger – für Gauting zerredet wird und wichtige Zeit erneut verloren geht.

Die amtlichen Daten (Gemeindedaten Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München) zeigen, dass Gauting als Teil der Metropolregion München moderat, aber keinesfalls unkontrolliert wächst, wie einige suggerieren wollen. Gleichwohl: es gibt erheblichen Veränderungen in der Bevölkerung durch Zu- und Wegzüge, für viele Menschen in Gauting ist die Wohnungsfrage ein ganz wichtiges Thema!

Bevölkerungsentwicklung Gauting 2012-17

Was bedeutet es für eine Gemeinde,

  • wenn die Kindergärtnerin Gauting verlässt, weil sie hier zwar arbeiten, aber nicht leben kann,
  • viele Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung am Ort keine Wohnung finden,
  • 300 Gautinger aufgrund ihres niedrigen Einkommens zwar einen Wohnberechtigungsschein haben, aber die Gemeinde ihnen mangels Wohnungen nicht helfen kann,
  • in Gauting verwurzelte junge Berufstätige aus dem Elternhaus in eine eigene kleine Wohnung umziehen wollen, in Gauting aber nichts finden,
  • die Feuerwehr den Bereitschaftsdienst eines Tages nicht mehr sichern kann, weil viele Freiwillige wegziehen, …?

Denn in Gauting wurden in den letzten Jahren wie im ganzen Landkreis viel zu wenig Wohnraum geschaffen – zudem mit einem Anteil von 80 % überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser – gebraucht werden aber vor allem Wohnungen!

Einwohnerzuwachs
Quelle: https://www.merkur.de/lokales/starnberg/starnberg-ort29487/hunderte-wohnungen-fehlen-im-landkreis-starnberg-aber-es-gibt-zumindest-eine-hoffnung-12909536.html

Natürlich berührt das denjenigen zunächst nur wenig, der selber im womöglich eigenen Haus in Gauting wohnt und keine Umzugspläne hat. Aber kann das die Leitmaxime für die Weiterentwicklung unseres Ortes sein ? Sollen sich es nur noch Wohlhabende leisten können,  nach Gauting zu ziehen ? Das dürfen wir nicht akzeptieren!

In der Gautinger Bevölkerung wird das Ziel eines vermehrten Baus bezahlbarer Wohnungen nach unserem Eindruck ganz überwiegend befürwortet. Aber natürlich gibt es bezüglich der AOA-Bebauung berechtigte Fragen der unmittelbaren Anwohner, die den aktuellen Zustand einer still ruhenden Liegenschaft mit dem wild bewachsenen Feld dahinter schätzen und nicht durchweg von einer wachsenden Nachbarschaft begeistert sind. Einige Anwohner wünschen sich daher ein geringeres Maß an Bebauung. Aber ist das mit dem Ziel bezahlbarer Wohnungen vereinbar angesichts der erheblich gestiegenen Bodenpreise und Baukosten?

Wer die Anzahl der Wohnungen beim AOA reduzieren will, muss nachweisen, dass die geringere Zahl an Wohnungen nicht zu teuer werden!

Wichtig in diesem Zusammenhang: die geplante Bebauung entspricht der Flächenverdichtung vergleichbarer Wohngebiete in Gauting, wie eine Analyse der UBG aufzeigt.

Die Gemeinde wird die überarbeitete Planung nach gründlichen Gesprächen mit allen Interessierten in den nächsten Wochen vorstellen. Im Bauausschuss am 10.9. wird darüber intensiv diskutiert werden, es gibt Anträge deutlich weniger Wohnungen zu bauen als ursprünglich geplant. Es muss sorgfältig geprüft werden, ob hierdurch die Anzahl der dringend benötigten Sozialwohnungen und der im „Einheimischen-Modell“ zu schaffenden Wohnraum reduziert wird, das ist nicht akzeptabel!  Wir erwarten zeitnah noch in 2019 eine klare Entscheidung, die die Anliegen der Anwohner ernst nimmt und den Weg frei macht für dringend benötigte bezahlbare Wohnungen in Gauting!

Spendenaufruf – Der Deutschunterricht für Vorschulkinder in Gauting muss bleiben!

Wie sichern wir das alle Kinder mit ausreichenden Deutsch Kenntnissen in die Grundschule starten? Es gibt in Bayern für Kindergartenkinder mit zu schlechten Deutschkenntnissen ein Vorschulangebot, um ihnen einen guten Start in ihre Schullaufbahn zu sichern. Unzweifelhaft sinnvoll! In Gauting ist der Vorschulunterricht aktuell gefährdet, weil der Transport der Kinder von der Grundschule in die Kindergärten aufgrund der Finanzsituation der Gemeinde aktuell nicht mehr möglich ist. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung unserer bekanntlich unterfinanzierten Gemeinde ist diese – freiwillige – Leistung leider entfallen.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/engagement-weil-gauting-kein-geld-hat-sammeln-die-buerger-spenden-1.4578228

Der Gautinger Bernd Lüders hat einen Spendenaufruf gestartet – wenn 50 Bürger je 200 € spenden, ist das Problem im neuen Schuljahr gelöst!

Bankverbindung:
Gemeinde Gauting
IBAN DE35 7025 0150 0620 0000 42
„Beförderung Vorkurs Deutsch“

Die Gemeinde stellt eine Spendenquittung aus. Natürlich kann auch mehr oder weniger gespendet werden, jeder Beitrag hilft.

Nicht immer nur meckern, sondern konkret sich bürgerschaftlich engagieren – diese Aktion hat unsere Sympathie und deshalb unterstützen wir die Bitte von Bernd Lüders.

Natürlich ist das grundlegende Problem damit nicht gelöst. Wir müssen unsere weit unterdurchschnittlichen Gewerbesteuereinnahmen erhöhen, um sinnvolle, aber freiwillige Aufgaben der Gemeinde zukünftig wieder besser erfüllen zu können. Aber das wirkt nur langfristig und hier kann man bei einem wichtigen Thema auch mit kleinem Beitrag helfen!

Spendenaufruf – Beförderung Vorkurs Deutsch

Nachgefragt: wie geht es weiter am Grundschulareal?

Stephan Meier, Mitglied der Geschäftsleitung der S&P Retail Development GmbHSeit ein paar Tagen ist es nun endlich losgegangen auf dem Brachland der ehemaligen Grundschule. Aber immer noch gibt es viele Gerüchte und Spekulationen in Gauting zu dem Projekt. Wir haben mit Stefan Meier von der Geschäftsleitung von Sontowski über den aktuellen Stand und den Ausblick gesprochen.

ZG: Lange hat es gedauert bis die Arbeiten auf dem ehemaligen Grundschulareal losgehen konnten. Wie ist jetzt ihre weitere Zeitplanung?
Meier: Ja, auch wir freuen uns, nach dem Abschluss der Genehmigungsverfahren jetzt mit den Bauarbeiten zu beginnen, das ist immer ein besonderer Moment. Aktuell gehen wir von der Fertigstellung im Frühsommer 2021 aus. Derzeit sehe ich keine größeren Risiken, die diesen Zeitplan gefährden. Die derzeit laufenden Abbrucharbeiten schreiten gut voran, sodass dann auch die anstehenden Erdarbeiten planmäßig beginnen können.

ZG: Viele Bürger und auch die öffentliche Hand erleben oft wegen der aktuell großen Auslastung der Baubetriebe große Überraschungen im Zeitplan. Diese Sorge haben Sie nicht?

Meier: Wir haben einen Generalunternehmer beauftragt, der in den Startlöchern steht und nach Abschluss der Abbrucharbeiten starten wird. Es handelt sich um ein großes mittelständisches Familienunternehmen mit viel Erfahrung. Wir arbeiten schon seit Jahrzehnten gut und verlässlich zusammen. Da ist es natürlich ein großer Vorteil, wenn man wie wir schon viele vergleichbare Bauvorhaben verwirklicht hat.

ZG: Es gibt in Gauting immer viele Gerüchte, wie ist der Vermietungsstand inzwischen?

Meier: Bis auf zwei kleinere Einzelhandelsflächen sind die Gewerbeflächen vollständig vermietet. EDEKA und dm freuen sich, wenn sie die Standorte eröffnen können und sehen hier großes Potenzial. Wir haben auch einen Kinderarzt und eine Logopädin gewinnen können. Daraus ergibt sich eine sehr attraktive Mischung für die Gautinger Bahnhofstraße, von der das gesamte Umfeld profitieren wird. Die Wohnungen werden natürlich erst zeitnah zur Fertigstellung vermietet.

ZG: Aktuell wird in Gauting die Bebauung des ehemaligen AOA-Areals mit Wohnungen diskutiert. Dort soll auch ein Supermarkt entstehen. Stört Sie das als Eigentümer der Immobilie am Bahnhof eigentlich?
Meier: Überhaupt nicht. Wir sehen die Ansiedlung zusätzlicher Nahversorger in Gauting als sehr positiv. Das Konzept am Bahnhof hat in Verbindung mit dem dm-Markt eine eigene Kundenstruktur. Mit unseren Märkten entsteht ein fußläufig erreichbares Angebot, das sich unter anderem an Pendler und Anwohner in der direkten Umgebung richtet. Bürger, die heute zum Einkauf nach Stockdorf fahren, können das Auto künftig stehen lassen und am Bahnhof zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkaufen. Diese Faktoren sprechen für unser Projekt, völlig unabhängig davon, ob im Gautinger Westen ein Angebot entsteht, das ja vermutlich auch Bürger aus Unterbrunn oder Pentenried ansprechen wird. Und natürlich ist es für die Verkehrssituation auf der Bahnhofstraße gut, wenn die Ammerseeunterführung vom Einkaufsverkehr entlastet wird.

ZG: Herzlichen Dank für das Gespräch!

ISEK-Prozess soll Städtebauförderung sichern

Eine etwas mühsame Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung für die etwa 70 Teilnehmer am Montagabend im Bosco. Es wurde der aktuelle Stand des „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“ (ISEK) für die Gautinger Ortsmitte im Bereich um die Bahnhofstrasse herum durch die Stadtplanerin Frau Dr. Schreiber vorgestellt.

Warum mühsam? Zum einen war den meisten Teilnehmern nicht klar, dass dieser Prozess auf einer relativ hohen Abstraktionsebene stattfindet – also weniger konkrete Planungen mit anschaulichen und diskutierbaren Vorschlägen, sondern relativ allgemein gefasste Leitlinien anhand von Begriffen wie „Verkehr und Erschließung“ oder „Nutzungsstrukturen und Verdichtungen“. Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger erläuterte eingangs, dass Gauting von der Regierung von Oberbayern 2015 in das Programm „aktive Zentren“ aufgenommen wurde und die Durchführung des ISEK-Prozesses Voraussetzung dafür ist, dass Gauting bei der Behebung identifizierter Schwachstellen finanzielle Förderung im Rahmen der Städtebauförderung erhält. Angesichts der schlechten Finanzsituation Gautings ein natürlich relevanter Aspekt.

Zum anderen war für die Teilnehmer unbefriedigend, dass Frau Dr. Schreiber im wesentlichen den etwa 90 seitigen Entwurfsbericht per Beamer an die Stirnwand im Bosco zeigte – diese Charts konnte niemand entziffern und das war natürlich an einem Sommerabend unbefriedigend. Dementsprechend eine verfahrene  Diskussion, in der zum Teil altbekannte Gesichter Themen aus der Vergangenheit vortrugen und vermeintliche „Experten“ weitschweifige Ausführungen starteten.

Der erfrischenste Beitrag kam vom gerade gewählten Jugendbeirat Martin Elsnitz, der zum einen darauf aufmerksam machte, dass die Runde im Raum schon allein wegen des hohen Altersdurchschnitts kaum repräsentativ für die Gautinger war. Und angesichts mehrfacher Versuche, die Bebauung des Grillgrundstücks und des ehemaligen Grundschulareals zu kritisieren und infrage zu stellen, klipp und klar formulierte „Mensch Leute, akzeptiert doch endlich mal, dass die Gautinger Bürger letztes Jahr eine klare Entscheidung getroffen haben!“ ZukunftGauting Vorsitzender Dr. Andreas Albath bat eindrücklich darum, den Berichtsentwurf nun zeitnah zu veröffentlichen und nicht erst im Herbst, um den Teilnehmern zumindest die Möglichkeit zu geben, im Nachgang die unzweifelhaft wertvollen Überlegungen nachvollziehen zu können und das gewünschte Feedback an die Gemeinde zu geben.

Bis zum 10. August können die Bürger im Rathaus noch Ideen und Aspekte einbringen, Informationstafeln sind im Rathaus aufgestellt. Und bei der nächsten Veranstaltung bitte eine informative und professionelle Präsentation, damit so ein Abend wirklich seinen Zweck erfüllen kann!

Baubeginn auf dem ehem. Grundschulareals am Bahnhof

Endlich – diese Woche sind die Bauarbeiten auf dem Grundschulareal losgegangen, fast 15 Monate nach dem Bürgerentscheid, in dem die Gautinger mit 2/3 Mehrheit das Bauvorhaben gebilligt hatten. Aktuell haben die Abbrucharbeiten des früheren Kellergeschosses begonnen, Bauherr Sontowski will Ende 2020/Anfang 2021 den Bau fertig stellen. Dieses wird auch Zeit – Gauting braucht dringend neuen Wohnraum und eine Belebung des Einzelhandels auf der Bahnhofstrasse durch Geschäfte des täglichen Bedarfs ist in Zeiten des boomenden Online-Handels für einen lebendigen Ortskern wichtig.

 

Baustelle Grundschulareal Gauting

ZukunftGauting zur Gemeinderatswahl 2020

Oft sind wir in den vergangenen Monaten gefragt worden, ob ZukunftGauting eine eigene Liste zur Gemeinderatswahl im März 2020 aufstellen will. Wir haben das intern intensiv diskutiert und uns aus guten Gründen dagegen entschieden.

ZukunftGauting ist und bleibt eine Initiative von Gautinger Bürgern, die unterschiedlichen Parteien und Gruppierungen angehören oder sich auch gar nicht parteipolitisch binden wollen. Als parteiübergreifende Bürgerinitiative sind wir eine Plattform, zu der alle Gautinger Bürger eingeladen sind, die unsere Ziele für ein modernes und lebenswertes Gauting teilen.

Aber: wir begrüßen es, wenn Mitglieder und Aktive von ZukunftGauting persönlich bereit sind, für den Gemeinderat zu kandidieren und Verantwortung für Gauting übernehmen wollen – am besten für unterschiedliche Parteien und Gruppen. Es gibt genug Leute in Gauting, die immer klug daher reden und alles besser wissen, aber sich selber nie zur Wahl stellen.

Deshalb informieren wir Sie gerne darüber, dass der Einladung von unserem Gründungsmitglied und UBG-Gemeinderat Richard Eck etliche Mitglieder von ZukunftGauting gefolgt und bereit sind für den Gemeinderat im nächsten Jahr auf der UBG-Liste zu kandidieren. Dazu gehören u.a. Gemeinderätin Ariane Eiglsperger, Dr. Andreas Albath, Markus Proksch, Tammo Körner und Jasmin Klingan.

Die UBG hat eine moderne und informative Webseite eingerichtet, wo man sich im Detail informieren kann: www.ubg-gauting.de

 

Jahreshauptversammlung UBG

Wie ist der Stand der Planung fürs AOA-Gelände? Infomarkt am Montag 27.5. im Rathaus

Nach der Vorstellung des Siegerentwurfes für das Gebiet um das AOA-Gelände wurde inzwischen weitergearbeitet, Hinweise und Wünsche von den verschiedenen Seiten aufgenommen und der Entwurf überarbeitet.

Die Gemeinde Gauting will auf dem Gelände zusammen mit den Eigentümern von AOA, dem Katholischen Siedlungswerk und dem Verband Wohnen, bezahlbaren Wohnraum entwickeln und den seit 2002 bestehenden Bebauungsplan optimieren.

Am Montag möchten Vertreter aller an der Planung und späteren Bebauung Beteiligten Fragen und Anregungen der Gautinger Bürger ab 17.30 Uhr aufnehmen. Laut Gemeinde wird der Architekt jeweils zur vollen Stunde ab 18 Uhr im kleinen Sitzungssaal in 15-minütigen Vorträgen den aktuellen Planungsstand erläutern und Fragen beantworten. Es soll auch deutlich werden, was die Eigentümer der Grundstücke nach dem gültigen Bebauungsplan auf den Flächen realisieren könnten und wie sich das verändern soll. Um ca. 21.30 Uhr soll die Veranstaltung enden.

Die Veranstaltung ist sicherlich eine gute Gelegenheit sich über den Stand der Planung zu informieren und Anregungen zu geben. Das ist wichtig – besser jetzt informiert Stellung nehmen, wo der Planungsprozess noch in einer frühen Phase ist.

ZukunftGauting hält die Schaffung insbesondere bezahlbaren Wohnraums für finanziell nicht so gut dastehende Bürger in Gauting für wichtig. Gauting muss auch für Kindergärtner, Pflegekräfte, Handwerker und ganz allgemein für normale Angestellte und Arbeiter ein Ort auch zum Leben und nicht nur zum Arbeiten bleiben. Aber natürlich wirft ein solches Vorhaben – gerade auch bei den unmittelbaren Anwohnern – Fragen und Sorgen auf. Werden die neuen Gebäude unzumutbar hoch ? Was hat es für Auswirkungen auf den Verkehr ? Was bringen die geplanten Einkaufsmöglichkeiten ?
Uns ist wichtig, dass die Abwägung solcher Gesichtspunkte transparent und frühzeitig in der Öffentlichkeit diskutiert und nachvollziehbar ist. Insofern kann diese Veranstaltung ein guter Beitrag zu qualifizierter Information sein!

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